Da wir einen straffen Reiseplan hatten, sind wir am Nachmittag in den wirklich schönen Ort San Christobal de las Casas weitergefahren, wo wir uns erst mal ein schönes Hostel gesucht haben und dann den Abend gemütlich ausklingen lassen haben. Gemütlich, sofern dies möglich war, denn trotz 3 Decken sind wir nachts halb erfroren. Kein Wunder bei Temperaturen um die 10°. Liegt wohl daran das das "Dorf" mit 130.000 Einwohnern auf über 2000 Metern liegt.
Mehr oder weniger ausgeschlafen und mit heftigem Muskelkater in den Beinen (nach zwei Tagen Pyramidenerklimmen kein Wunder) gingts dann zum Reiten. Wir sind kreuz und quer durch Wälder in ein 1,5 Std entferntes Dorf San Juan Chamula geritten. Das Dorf hat 3000 Einwohner, die ausschließlich aus Maya bestehen, die größtenteils eine Mayasprache sprechen (unmöglich zu verstehen).. Fotografieren ist strengstens verboten, das mögen die da nicht so gerne. Da Sonntag war, war ein großer Markt auf dem Hauptplatz und zusätzlich war noch sowas wie ein kleiner Faschingsumzug. Ich konnte es mir dann doch nicht verkneifen heimlich ein Foto zu machen.
Wir haben dann noch die Kirche des Ortes besichtigt, sowas haben wir noch nie gesehen. Die Kirche ist ein Mix aus normaler Kirche und Mayatraditionen. Bänke gibt es nicht, auf dem Boden liegen Tannennadeln, der ganze Boden ist voll von Kerzen und Menschen die dasitzen und in einer seltsamen Sprache mit Kerzen, Eiern und anderen Gaben irgendwen beschwören. Ein netter Reiseführer hat uns dann noch etwas über die Bräuche erzählt. Prinzipiell hat ein Mann mehrere Frauen, so zwischen 10 und 15 Jahren wird um die Hand angehalten, alle müssen einverstanden sein (Eltern, Brüder, Onkeln,...) außer dem Mädchen selbst, so zwischen 8-15 Kinder sind dann schon ganz normal .. krass. Sichtlich beeindruckt sind wir dann wieder zurückgeritten. Drei Stunden reiten insgesamt haben unseren Muskelkater dann perfektioniert.
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