Mittwoch, 22. Juli 2009

Alles hat ein Ende..

Nach über einem halben Jahr Mexiko gehts ab nach Hause. Als letzte verbleibende der Austauschstudenten heissts jetzt auch für mich Abschied nehmen. Ich habe jede Minute hier genossen und die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Ich habe viele neue Freunde gewonnen, bin viel gereist und habe jede Menge wunderschöne Dinge gesehen und erlebt (vor allem in die mexikanischen Strände habe ich mich verliebt :-) In dieser Zeit ist Mexiko zu einer zweiten Heimat für mich geworden, die ich auf jeden Fall noch öfters besuchen werde. Aber genug davon, bevor ich noch komplett sentimental werde ;-)

Ich sitze jetzt gerade in einem Starbucks in Mexiko City und warte auf meinen Anschlussflug nach London. Das dauert auch nur noch 5,5 Stunden, nachdem ich schon ganze 2,5 Stunden hinter mir habe. Ja, dadurch das ich meinen Flug verschoben habe, habe ich jetzt eine wirklich "tolle" Verbindung. Aber gott sei dank gibt es Starbucks und Internet und so kann ich die Zeit nutzen, um ein letztes Mal meinen Blog zu pflegen.

Eigentlich gibt es nichts weiter zu sagen als:



Die letzten Wochen auf mexikanischer Erde

Die letzten Wochen habe ich ganz ruhig und relaxt mit Bekannten in Leon und bei Bekannten in Guadalajara verbracht. Ruhig, soweit das in einer ganz normalen, verrückten mexikanischen Familie möglich ist :-) Und was habe ich dabei so getrieben? Nicht viel: ich bin auf der faulen Haut gelegen, habe etliche Runden in diversen Einkaufszentren gedreht und ich kenne jetzt so gut wie alle neuen Kinofilme.



Aber nicht nur dass - ich habe auch ein Wochenende in ihrem Ferienhaus in den Bergen verbracht. Das Haus liegt in der Nähe des Dorfes Tapalpa auf über 2000 m Höhe und von der Landschaft her könnte man fast meinen, man ist daheim. Auch die Temperaturen sind angenehm kühl und genau das richtige nach der Hitze in Merida.



Und die letzte Woche habe ich mir schlussendlich noch eimal in Manzanillo die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und ein letztes mal die schönen Strände Mexikos genossen.


Für mehr beneidenswerte Fotos hier klicken ;-)

Sonntag, 5. Juli 2009

Lebenszeichen

Nach meiner Tour durch Mexiko ist es Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben und von meiner Reise zu berichten: Mit meinen beiden spanischen Mitbewohnerinnen und einem Franzosen habe ich mich auf den Weg gemacht: 13 Tage - 4 - Staaten - 5 Städte


1. Stopp: Mexiko City


Sehr groß, laut, schlechte Luft, wahnsinnig viel Verkehr, schön, sehr grün und auf alle Fälle sehenswert .. das alles ist Mexiko City. Ich hätte mir die Stadt nicht so grün vorgestellt, leider ist aber auch die Luftverschmutzung so extrem, dass einem die Nase wehtut (ja das gibt es), und um mit dem Auto ins Zentrum zu gelangen kann man schon mal gut 2 Stunden brauchen. Trotzdem ist die Stadt absolut sehenswert und es gibt eine Menge Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Dazu zählen das historische Zentrum, das antropologische Museum, der riesige Park im Stadtzentrum, das Aztekenstadium (eines der größten Stadien der Welt), und so weiter und so fort...



2. Stopp: Queretaro und San Miguel de Allende

Nachdem wir dann nach drei Tagen Mexiko City sprichwörtlich die Nase voll hatten, haben wir uns ein Auto gemietet und uns aufgemacht, um zwei besonders schöne Städte zu besuchen. Queretaro ist bekannt für seine koloniale Architektur und seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO und San Miguel de Allende zählt zu einen der schönsten Städte Mexikos.


3. Stopp: Guanajuato


Auch Guanajuato ist eine wunderschöne Stadt im Zentrum Mexikos. Und da dort der Film "Irgendwann in Mexiko" mit Antonia Banderas,... gedreht wurde, haben wir uns gedacht, da müssen wir hin. Zu Recht: Die Stadt liegt in einem Gebirtstal und alle Häuser sind in bunten Farben angemalt, aber seht selbst auf den Fotos. Wir haben drei Tage dort verbracht, die Stadt angeschaut Silberminen besucht, Canyoning gemacht und haben das berühmte Museum der Mumien besucht. Durchaus gewöhnungsbedürftig, weil lauter Mumien ausgestellt werden. Ja, die Mexikaner sind ab und zu etwas verrückt :-) Auch den Besuch einer Tequillafabrik haben wir uns gegönnt. Natürlich durfte auch die Verkostung nicht fehlen, wir haben dann aber festgestellt dass 80 % iger Tequilla um 10 Uhr am Morgen nicht so gut bekommt :-)


4. Stopp: Puebla


Eigentlich sind wir nach Puebla gefahren, um die Stadt zu besichtigen. Da diese aber absolut nicht schön ist, haben wir uns die Zeit damit vertrieben auf Safari zu gehen und Vulkane zu besuch. Um die Vulkane Popocatepetl und Itzahuatl anzauschauen haben wir eine ca. 4 stündige Busfahrt auf uns genommen (hin und retour 8 Stunden!), nur um dann festzustellen, dass es bewölkt ist und absolut nichts von einem Vulkan in Sicht.

5. Stopp: Oaxaca

Am Schluss gings dann noch weiter in den Süden: nach Oaxaca. Hier haben wir unter anderem den dicksten Baum der Welt besucht (Umfang 58 m!), die eingetrocknete Wasserfälle "Hierve el Agua" (Ort des kochenden Wassers) gesehen und eine kleine Stadttour unternommen.




Dann hies es auch schon Abschied nehmen und in einer 11 stündigen Busfahrt gings für mich zu Bekannten nach Leon, um noch meine letzten Wochen hier in Mexiko zu genießen.

Dienstag, 2. Juni 2009

Goodbye Merida

Die Zeit vergeht wie im Fluge und heute ist schon mein letzter Abend in Merida. Morgen gehts dann zwei Wochen lang auf Roadtrip. So schaut sie aus unsere Route:


Erster Stopp: Mexiko City. Mein Rucksack ist gepackt, meine Habseligkeiten sind auf dem Weg zu Bekannten nach Leon (und kommen dort auch hoffentlich an!),... damit verabschiede ich mich vorerst, neues gibts dann wahrscheinlich in zwei Wochen (falls ich wieder heil aus Mexiko City rauskomme ;-) . See you soon.

Montag, 1. Juni 2009

Haialarm!

Ich habe wieder einen neuen tierischen Freund. Diesmal handelt es sich um Hannibal - den Walhai, wie wir ihn liebevoll getauft haben.

Nun zur Geschichte: Dieses Wochenende war wohl eines der beeindruckendsten überhaupt. Übers Wochenende gings auf die Insel Holbox, die zwischen der Karibik und dem Golf von Mexiko liegt, um mit Walheien zu schwimmen! - den größten Fischen der Welt!

Um sieben Uhr morgens (ja auch Studenten können früh aufstehen, wenn sie nur wollen ;-) gings mit dem Boot los aufs offene Meer. Nach stundenlanger Suche hatten wir die Hoffnung schon aufgegeben überhaupt irgend etwas zu sehen. Durch den Tip eines anderen Bootes haben wir dann aber Boote entdeckt, die widerrum den Hai entdeckt haben. Das Problem war nämlich das die Haie an diesem Tag abgetaucht sind und vom Boot aus kaum zu erkennen waren.


Mit Schnorchelausrüstung ausgestattet ging es dann in Zweierteams mit einem Guide ins Wasser, um mit dem Walhai zu schwimmen. Einfach unglaublich, unser Exemplar war zwar mit 8 Metern ein eher kleineres, aber trotzdem macht es einen riesengroßen Eindruck wenn man so nebenher schwimmt. Zweimal durfte ich mit dem Walhai abtauchen und einmal konnte ich ihm sogar direkt ins Gesicht schauen. Es ist unglaublich zu sehen, wie sich ein so großes Tier mit solch einer Ruhe durchs Wasser bewegt, auch der ganze Hofstaat an Fischen, die den Walhai begleiten war beeindruckend! Ich bin immer noch ganz sprachlos...

Freitag, 22. Mai 2009

Endspurt

Das Semester ist fast schon wieder vorbei. Gestern habe ich meine letzte Vorlesung "genossen". Montag sind dann die letzten Prüfungen und einige Arbeiten abzugeben. (Ja, ich muss hier auch ab und zu unimäßig was machen). Aber am Mittwoch ist dann mit der Abgabe der letzten Arbeit endgültig Schluss. Ferien ich kommmeeeee!!

P.S. In letzter Zeit sind eure Kommentare selten geworden, ich hoffe doch ich führe hier keine Selbstgespräche und es liest noch ab und zu jemand meine geistigen Ergüsse! ;-)

Mittwoch, 20. Mai 2009

Heiss, Heisser, Merida

10 Anzeichen dafür, dass es wirklich, wirklich heiss ist:
  • man möchte kalt duschen, es kommt aber leider nur heisses Wasser aus dem Wasserhahn
  • 31 ° können einem schon mal kühl vorkommen
  • schwitzen morgens um 7 ist nichts ungewöhnliches
  • Ventilator und Klimaanlage sind lebensnotwendig
  • Schlafen mit Klimaanlagenfernbedienung neben dem Kopfkissen, um bei Hitzeattacken schnellstmöglichst reagieren zu können
  • Schwitzen an den ungewöhnlichsten Körperstellen und wenn man nur den kleinen Finger bewegt
  • der Weg zur Bushaltestelle an der nächsten Ecke wird zur anstrengenden Herausforderung
  • Wind fühlt sich an, als hätte man einem einen Fön ins Gesicht gerichtet
  • man verzichtet an den Strand zu gehen, weil der Weg dorthin viel zu heiss ist
  • man meint man hat die Terrasse mit der Sauna verwechselt
Und so schaut der Wetterbericht für ein eher "kühleres" Wochenende aus:

Montag, 4. Mai 2009

Schweinegrippeeeeee


Ja die Schweinegrippe geht um und ich bin mitten im Geschehen. Wenn ihr euch schon über die Informationsflut in meinem Blog wundert, ich hab seit einer Woche unifrei, weil alle Schulen und Universitäten aufgrund der Schweinegrippe geschlossen wurden. Und darum habe ich jede Menge Zeit, um meinen Blog endlich mal wieder zu aktualisieren. Jaja, so lässt es sich leben :-) Blöd ist nur, dass auch alle Diskotheken, Kinos und Bars geschlossen wurden, ausgehen ist im Moment also eher schwer. Vorgestern wurden wir sogar aus einer Bar geschmissen, weil die Polizei vorbeigekommen und sie mal einfach so geschlossen hat. Ja, man hats nicht leicht.. Viel unternehmen können wir im Moment leider nicht, weil auch ein Großteil der Sehenswürdigkeiten geschlossen sind.

Die Franzosen haben auch schon in großer Zahl Reissaus genommen. So gut wie alle französischen Studenten wurden von ihren Unis und von der französischen Botschaft gezwungen, so schnell wie möglich heimzukommen. Ja, die Franzosen sind halt etwas anders...

Masken sind auch total ausverkauft, wir hatten Glück noch welche zu ergatten. Die Panik ist allerdings völlig unbegründet. Wir sind alle bei bester Gesundheit und hier in Yucatan hat es noch keinen einzigen Fall gegeben, das Leben geht also völlig normal weiter, bis auf das das wir jetzt noch zusätzliche Ferien haben.

Ach ja, und die Masken auf dem Foto haben wir auch nur zum Spass angezogen :-)

Grutas de Calcethok

Letztes Wochenende gings mit unseren Tutoren und allen Austauschstudenten in die Höhlen von Calcethok. Plan war es eine Tour von 3 Stunden zu unternehmen, um die Höhlen zu erkunden. Die ersten von uns blieben jedoch gleich beim Eingang auf der Strecke. Beim Anblick der Höhle beschlossen sie dann doch lieber umzukehren und am Tageslicht zu warten. Der harte Kern machte sich dann ausgestattet mit Taschenlampen und einer großen Portion Mut auf den Weg.

und so sahen wir vor dem Betreten der Höhlen aus


Wir sind dann drei Stunden auf dem Hosenboden herumgerutscht, auf Knien gekrochen und haben uns durch unglaublich kleine Löcher gequetscht und sind dabei bis 70 m unter die Erdoberfläche vorgedrungen. Beim ersten Anblick der winzigen Löcher durch die wir durch mussten, hätten wir nie im Leben geglaubt, dass wir da auch wirklich durchpassen, aber es ist gott sei Dank dann doch niemand stecken geblieben :-). Aber ohne Führer hätten wir wohl nie wieder aus diesen Höhlen herausgefunden.

und so sahen wir dann danach aus...


..ganz leicht dreckig, mit diversen Abschürfungen an Knien und Ellenbogen und ich mit unzähligen Beulen weil ich mir natürlich 10 mal den Kopf angehaut habe, wie könnte es anders sein :-)

Aus dem inneren der Höhlen gibt es leider kein Beweismaterial, weil es einfach unmöglich war, eine Kamera mitzunehmen.

Mittwoch, 29. April 2009

Lang ist's her..

... das ich das letzte mal etwas von mir hören lassen habe. Das liegt daran, dass ich gerade drei Wochen Osterferien hinter mir habe. Naja, eigentlich wären es ja nur zwei gewesen, aber ich hab mir mal einfach eine dritte dazugenommen, wenn schon denn schon :-).
Und die drei Wochen habe ich dann genutzt um mit meiner extra angereisten Family und unseren mexikanischen Freunden einen kleinen Trip durch Mexiko zu unternehmen... und wir sind einiges herumgekommen: León, Lo de Marco, Puerto Vallarta, Acapulco, Cancun, Playa del Carmen und zu guter Letzt mein momentanes Zuhause Merida. Was kann man mehr dazu sagen? Sonne, diverse Strände, Meer,..


P.S. Danke übrigens für die extra nach Mexiko geschmuggelten Osterhasen! :-)

Dienstag, 31. März 2009

Chichén Itzá und die Erscheinung des Gottes Kukulkán


Chichén Itzá ist die größte und bedeutendste Pyramide der Mayas hier in Yucatan. Die 30m hohe Pyramide besteht aus 91 steilen Stufen. Mit vier multipliziert und mit der letzten Stufe vor dem Tempel addiert ergibt das die Zahl von 365 Treppenstufen. Dies stellt genau die Zahl der Tage im Jahr dar. Unglaublich, was die Mayas schon so alles drauf hatten!

Zweimal im Jahr, genau zur Tages- und Nachtgleiche werden Sonne und Schatten so auf der Pyramide reflektiert, dass sich eine gefiederte Schlange abzeichnet, die Erscheinung des Gottes Kukulkán (oder auch einfach Gott des Windes) höchstpersönlich.

Wir wollten uns dieses Schauspiel natürlich nicht entgehen lassen und sind wie hunderte andere Mexikaner an diesem Tag nach Chichen Itza gepilgert. Die Menge der Leute hat schon fast an ein Rockkonzert erinnert. An diesem Tag war es leider etwas bewölkt, was schlecht ist, denn der Gott erscheint nur bei Sonnenschein. Wir hatten dann aber noch Glück, die Sonne kam, Kukulkán erschien und wir alle wurden erleuchtet. Und so schaut das ganze dann aus:


Cancun, oder der Ballermann der Amis

An was denkt man, wenn das Wort Mexiko fällt? Richtig, an Sombreros, Tequilla und natürlich an den berühmt und berüchtigten Springbreak in Cancun. Für meine ältere Leserschaft, die mit dem Begriff Springbreak eventuell nichts anfangen kann:

"Spring Break (engl. etwa: Frühlingsferien) ist eine meist ein-, manchmal auch zweiwöchige Pause des Studienbetriebes an den Colleges und Universitäten der USA. In dieser Zeit suchen Studenten oft wärmere Orte der USA, Mexiko oder die Karibik auf, um ausgiebig zu feiern (Party). Oft kommt es bei diesen Feiern zu Alkoholmissbrauch."
(zietiert nach Wikipedia ;-)


Ich dachte mir "das musst du sehen" und habe vorvorletztes Wochenende (ja solange ist das schon wieder her) spontan meine Koffer gepackt und mich mit Laura in den Bus nach Cancun gesetzt. Dort hatte ich auch das Vergnügen bekannte Gesichter aus der Heimat (vom MCI) wieder zu sehen. Und zwar Simon, der mit einem Norweger im Gepäck der Kälte in Omaha entfohen ist (und dafür ist Cancun wirklich keine schlechte Wahl!). Und dank Simon kam ich auch nach 3 Monaten Abstinenz in den Genuss echter österreichischer Schokolade - und zwar einer Mozartkugel (danke Simon :-)


Ja und was haben wir dann das Wochenende in Cancun gemacht? Das was dort alle tun: ganz viel Party und ganz viel Sonne und Strand. Die Partymeile dort kann sich sehen lassen, genauso wie die Eintrittspreise in die Clubs. Aber da ich mit meiner Studentenkarte als waschechte Mexikanerin gelte, habe ich statt unglaublichen 60 €, nur 21 € bezahlt. So macht das Partymachen doch gleich viel mehr Spass!


Donnerstag, 12. März 2009

Rio Lagartos

Damit mir an meinem 4-Tagewochenende auch nicht langweilig wird, habe ich mich an der Uni für einen Fotografiekurs angemeldet. Mit diesem ging es vorletztes Wochenende für zwei Tage ins verschlafene Fischerdorf Rio Lagartos, das zu einem Biosphärenreservat gehört. Unsere einzige Aufgabe war es, ein paar schöne Fotos zu machen. Also haben wir uns ein Boot und einen Reiseführer geschnappt und auf gings zu den Flamigos, Pelikanen, Krokodilen, .. um ein paar Schnappschüsse zu machen. Das ganze schaut dann so aus:


Für mehr Fotos hier klicken. Leider habe ich keine Zeit mehr zu berichten. Ich sitze nämlich schon auf gepackten Koffern, da es über das Wochenende nach Cancun geht :-D Sonne, Strand und Fiesta.. juhuu

Freitag, 27. Februar 2009

Chiapas

Zeit für einen kleinen Reisebericht. Donnerstag Nachts um 12:00 ging es mit dem Bus ins 7 Stunden entfernte Palenque. Diverse Kommentare in Reiseführern, dass die Strecke Nachts mit dem Bus wohl nicht die sicherste ist und Erzählungen von Mitstundenten, dass vor drei Wochen anscheinend genau so ein Bus überfallen worden ist, haben uns ein bisschen ein mulmiges Gefühl beschert. Mit Geld und Kreditkarten an diversen Körperstellen versteckt gings dann aber trotzdem los. Aufgrund der vielen Schlaglöchern und Topes (das sind Wellen in der Fahrbahn um die Geschwindigkeit zu reduzieren) alle zehn Meter war schlafen schwer, aber wir sind trotzdem gut in Palenque angekommen.

Von dort aus ging es dann gleich zur Besichtigung der Mayaruinen von Palenque, die mitten im Dschungel liegen. Neben eindrucksvollen Pyramiden ist Affengebrüll inklusive (gesehen haben wir leider keine). Danach ging es zur Erfrischung zum Baden zu den Wasserfällen "Agua Azul" was soviel wie "blaues Wasser" heißt. Wieso? Seht selbst auf den Fotos.

Wir sind dann gleich weiter in den Ort Ocosingo gefahren, der uns am nächsten Tag als Ausgangspunkt für eine weitere Ruinenbesichtigung diente. Da wir für mexikanische Verhältnisse frühmorgens (um 10) dort waren, waren wir die Einzigen und konnten den wunderschönen Ausblick von der Pyramide ganz ungestört genießen.
Da wir einen straffen Reiseplan hatten, sind wir am Nachmittag in den wirklich schönen Ort San Christobal de las Casas weitergefahren, wo wir uns erst mal ein schönes Hostel gesucht haben und dann den Abend gemütlich ausklingen lassen haben. Gemütlich, sofern dies möglich war, denn trotz 3 Decken sind wir nachts halb erfroren. Kein Wunder bei Temperaturen um die 10°. Liegt wohl daran das das "Dorf" mit 130.000 Einwohnern auf über 2000 Metern liegt.

Mehr oder weniger ausgeschlafen und mit heftigem Muskelkater in den Beinen (nach zwei Tagen Pyramidenerklimmen kein Wunder) gingts dann zum Reiten. Wir sind kreuz und quer durch Wälder in ein 1,5 Std entferntes Dorf San Juan Chamula geritten. Das Dorf hat 3000 Einwohner, die ausschließlich aus Maya bestehen, die größtenteils eine Mayasprache sprechen (unmöglich zu verstehen).. Fotografieren ist strengstens verboten, das mögen die da nicht so gerne. Da Sonntag war, war ein großer Markt auf dem Hauptplatz und zusätzlich war noch sowas wie ein kleiner Faschingsumzug. Ich konnte es mir dann doch nicht verkneifen heimlich ein Foto zu machen.



Wir haben dann noch die Kirche des Ortes besichtigt, sowas haben wir noch nie gesehen. Die Kirche ist ein Mix aus normaler Kirche und Mayatraditionen. Bänke gibt es nicht, auf dem Boden liegen Tannennadeln, der ganze Boden ist voll von Kerzen und Menschen die dasitzen und in einer seltsamen Sprache mit Kerzen, Eiern und anderen Gaben irgendwen beschwören. Ein netter Reiseführer hat uns dann noch etwas über die Bräuche erzählt. Prinzipiell hat ein Mann mehrere Frauen, so zwischen 10 und 15 Jahren wird um die Hand angehalten, alle müssen einverstanden sein (Eltern, Brüder, Onkeln,...) außer dem Mädchen selbst, so zwischen 8-15 Kinder sind dann schon ganz normal .. krass. Sichtlich beeindruckt sind wir dann wieder zurückgeritten. Drei Stunden reiten insgesamt haben unseren Muskelkater dann perfektioniert.

Nach einer weiteren Nacht frieren sind wir am nächsten Tag zur Besichtigung einer Schlucht gefahren. Das war dann auch schon der letzte Punkt auf unserer Liste. Am Nachmittag sind wir noch gemütlich durch die Stadt geschlendert und am Abend gings dann auf den Bus, um ganze 14 Stunden heimzufahren. Der Kommentar einer Mexikanerin die diese Strecke alle 2 Wochen fährt, dass es normalerweise ruhig ist aber schon mal was passieren kann, hat uns nicht gerade beruhigt. Wir sind dann aber wieder gut angekommen.

Für mehr Fotos hier klicken

Donnerstag, 19. Februar 2009

Uxmal

Das lange Wochenende steht an und ich werde heute Abend für fünf Tage in den an der Grenze zu Guatemala gelegenen Bundesstaat Chiapas fahren.



Dabei gehts zuerst in die sieben Stunden entfernte Stadt Palenque und einen Tag später ins nochmals sieben Stunden entfernte San Christobal de las Casas. Die einzelnen Stationen für die Tour stehen schon fest, jetzt muss ich nur noch meinen Rucksack packen.

Aber bevors losgeht noch ein kleines Update zu letztem Wochenende. Am Sonntag gings für alle Austausstudenten ab nach Uxmal, um - na was wohl? Mayaruinen zu besichtigen :-) Am Nachmittag gabs dann ein typisch mexikanisches Essen mit Tortillas, Guacamole, Nachos und allem was so dazugehört. Danach gings ab in die Höhlen von Loltun. Da mir nicht mehr Zeit bleibt zu erzählen, muss ja schließlich packen, schaut ihr am besten die Fotos an:

Für Fotos hier klicken

Sonntag, 15. Februar 2009

Leben und Überleben in Mexiko - Teil I

Nachdem ich nun schon seit genau fünf Wochen in Mexiko ist es mal Zeit über die Eigenarten der Mexikaner und des Lebens hier zu berichten:
  • Der Mexikaner liebt es ungesund. Da kann es schon passieren, dass es in einem Restaurant kein Wasser aber eine Riesenauswahl an Limonaden gibt.
  • Immer genau darauf achten wo man hinläuft. Sonst steckt man so wie ich auf einmal in einem Loch im Gehsteig fest.
  • Glaube nie einem Mexikaner, wenn er behauptet: ich mache das morgen, ich komme in einer halben Stunde.. Zeit ist hier ein seeeehr dehnbarer Begriff und Pünktlichkeit ist hier ein Fremdwort
  • Mexikaner lieben Klimaanlagen. Egal ob es draußen kühle 20 oder heiße 35 Grad hat, die Klimaanlage wird prinzipiell immer so kalt wie möglich eingestellt.
  • Man darf sich nicht wundern, wenn die Polizei mit Blaulicht hinter einem herfährt, das machen die prinzipiell immer. Ernst wirds erst, wenn sie ihr Blaulicht ausschalten.
So das ist mal eine erste Auswahl, nach den nächsten fünf Wochen gibts dann mehr!

Und was gibt es sonst so neues?
Ich habe endlich eine tolle Ameisenfalle für mein Zimmer. Danke an Heikes Eltern, die meinen Blog gelesen, Mitleid mit mir hatten und mir aus Österreich ganz tolle Vandal-Fallen mitgebracht haben! (so was gibts hier nämlich nicht) Die Ameisen können kommen, jetzt bin ich bestens gerüstet ;-)
Und noch etwas: langsam wird es so richtig heiß hier. Nachdem es in den letzten Wochen in der Nacht doch immer wieder ziemlich kühl war, so dass man lange Hose und Pulli gut gebrauchen konnte (anscheinend wars noch nie so kalt) hatte es heute satte 39° :-)

Samstag, 7. Februar 2009

Karibik!!!!

In letzter Zeit war ich so damit beschäftigt gegen Ameisen zu kämpfen, dass ich noch gar keine Zeit hatte von meinem ersten Urlaub zu berichten. Da letztes Wochenende ein langes war, haben wir die Zeit genützt um uns etwas vom harten Unialltag zu erholen - und wo könnte man das besser als in der schönen Karibik? Und wer ist wir? Gute Frage: Serena und ich, zwei MexikanerInnen und noch jede Menge Franzosen/innen, ganze 10 an der Zahl!)

Am Freitag morgen um 6:40(!) gings mit dem Bus ab nach Playa del Carmen. Im Bus sind wir dann trotz Jeans, Turnschuhen und Jacken halb erfroren, weil die Klimaanlage auf gefühlte 18° runtergekühlt hat. Aber wir wurden dann bei unserer Ankunft reichlich dafür entschädigt: Traumstrand und das Meer blauer als blau. Was will man mehr? :-)



Zwei Stunden später sind dann Wolken aufgezogen. Ich meinte noch zu Serena "Ich glaube da kommt was" worauf sie zu mir "neeee, das meinst du nur". Eine weitere halbe Stunde später waren wir dann pflatschnass weil es wie aus Kübeln schüttete. Zum Glück war das Wetter die restlichen Tage besser.

Aber wer meint, dass wir 4 Tage nur faul am Strand gelegen sind und Party gemacht haben, der irrt sich! Serena und ich haben uns noch einen Tag etwas Sight-Seeing gegönnt und sind mit dem Bus nach Tulum gefahren, das ungefähr eine Stunde von Playa del Carmen entfernt ist. In Tulum gibt es Mayaruinen, die direkt am Meer liegen und wirklich schön anzuschauen sind. Für alle die mehr wissen wollen hier der Wikipedia Link.

Naja genugt geredet, Bilder sagen ja anscheinend mehr als 1000 Worte. Überzeugt auch selbst!

Mittwoch, 4. Februar 2009

Mein Krieg gegen die Ameisen

Damit mir hier auch ja nicht langweilig wird, kommen mich regelmäßig Ameisen in meinem Zimmer besuchen. Wär ja nicht so schlimm, wenn es nicht so riiieeesengroße, fette Dinger wären (wirklich!). Und da die Zahl seit gestern bedrohlich zugenommen hat, habe ich heute den Gegenangriff gestartet. Mit ganz viel Insektenspray bewaffnet und mit der freundlichen Hilfe meiner zwei Mitbewohnerinnen (ich muss zugeben - sie haben eindeutig bessere Nerven als ich) habe ich heute Abend schon unzählige Ameisenleben beendet.
Im Moment ist es zwar ruhig aber trotzdem gehe ich heute mit einem unguten Gefühl schlafen. Da hilft auch die Dose Insektenspray neben meinem Bett nicht viel ;-)

Mittwoch, 28. Januar 2009

Darf ich vorstellen?

Ich würde euch hiermit gerne meinen neuen Mitbewohner vorstellen:


Wegen dem kleinen Kerl hätte ich gestern Abend fast einen Herzinfarkt bekommen, als ich in mein Zimmer wollte. Nach meinen verzweifelten Hilfeschreien haben Nora und Elena mir dann freundlicherweise geholfen das Ding aus meinem Zimmer zu kriegen. Wirklich gut haben wir uns dabei aber nicht angestellt, wir haben es dann aber wenigstens geschafft es in den Innenhof zu befördern.
Außerdem wohnen bei uns noch kleine und große Ameisen, an die habe ich mich inzwischen gewöhnt, solange wir keine Kakerlaken haben wie so manch andere bin ich glücklich :-)

Sonne, Strand und ganz viel Meer

Nach zweieinhalb Wochen hier habe ich es eeeeendlich ans Meer geschafft. Um dahin zu kommen muss man zuerst einmal den richtigen Bus finden und nach 20 min Bus fahren hat man es dann geschafft. Die Mexikaner haben mich alle schon vorgewarnt, dass der Strand in Progresso (so heißt der Ort) üüüberhaupt nicht schön ist, im Vergleich zu den Karibikstränden. Ich fands trotzdem schön. Nur leider wars ziemlich windig und verfroren wie ich bin hats mich die halbe Zeit gefroren, sonnig wars trotzdem und dank Sunblocker LSF 30 (danke Waltraud ;-) habe ich auch keinen Sonnenbrand wie so mache Studienkollegen von mir, die rot wie Krebse sind.

Es gibt auch noch eine ganz gute Alternative, falls man mal keine Lust hat an den Strand zu fahren. Wir haben gratis Zugang zu einem Sportklub mit Schwimmbad. Das waren wir uns heute mal anschauen und wir hatten einen riesen Pool ganz für uns alleine :-) Wären da nicht die Unikurse Montag, Dienstag und Mittwoch würde ich mir fast wie im Urlaub vorkommen :-D

Hier noch ein paar Fotos für alle Daheimgebliebenen

Freitag, 23. Januar 2009

Zeit für ein Update

Nachdem ich meinen Blog in der letzten Woche etwas vernächlässigt habe, ist es wieder einmal Zeit für einen ausführlichen Lagebericht und vor allem auch für die versprochenen Fotos.

Vamos a la playa!

Traurig aber wahr, jetzt bin ich schon zwei Wochen hier und habe das Meer immer noch nicht gesehen. Unsere ersten zwei Versuche an den Strand zu gehen sind leider kläglich gescheitert. Beim ersten mal hat es ja geregnet. Also haben wir uns am Montag bei schönstem Sonnenschein in aller Frühe an der Bushaltestelle getroffen. Wir waren da, nur leider nicht der richtige Bus. Nach einer Stunde vergeblichen Wartens an verschiedenen Haltestellen haben wir unseren Versuch deprimiert abgebrochen. Morgen wird der nächste Versuch gestartet, alle guten Dinge sind ja drei - hoffentlich! :-)

El apartamento - die Wohnung

Unsere Wohnung hat eine super Lage. Im Norden der Stadt, 5 min zur Bushaltestelle, Wäscherei gleich um die Ecke, zu Fuß 20 min zum riesigen Einkaufszentrum, was will man mehr?
In den letzten 2 Wochen habe ich es geschafft über 5 mal ins Einkaufszentrum zu gehen. (Nein ich habe weder zu viel Freizeit, noch zu viel Geld ;-)
Auch die Wäscherei habe ich schon ausprobiert. Im Gegensatz zu Indien, funktioniert das hier ausgezeichnet. Man bringt die Wäsche hin, bezahlt pro Kilo 9 Pesos (50 Cent) und kriegt sie am gleichen oder am darauffolgenden Tag gewaschen, gebügelt und vor allem in der gleichen Größe und mit der gleichen Farbe wieder zurück.
Inzwischen habe ich es mir auch in meinen Zimmer gemütlich gemacht. Heute Abend werden wir noch zum Home-Depot gehen, um ein paar Pflanzen und andere Dekosachen zu kaufen, um das ganze zu perfektionieren. Ikea gibt es hier leider nicht.
Wir haben außerdem entdeckt, dass wir eine Terasse haben. Naja, Terasse kann man es vielleicht nicht nennen, aber ein Flachdach, perfekt geeignet um die Sonne zu genießen.


Die Uni

Letze Woche hieß es Kurse anschauen und Stundenplan erstellen. Darum habe ich auch ziemlich viel Zeit in der Uni verbracht. Aber mein Stundenplan kann sich jetzt auch sehen lassen, die Mühe hat sich gelohnt. Dienstag und Donnerstag den ganzen Tag, Mittwoch nur Vormittags und Freitag-Montag Wochenende, überarbeiten werde ich mich hier wohl nicht :-D
Die Uni ist sonst auch ganz gut. Es ist eine ziemlich teure Privatuni, die in der Gegend wohl die beste sein soll. Dementsprechend sind auch die Studenten, fast alle haben ein eigenes Auto, natürlich vom feinsten (soweit ich das beurteilen kann ;-) Aber zum Glück gibt es für uns Austauschstudenten und die wenigen die kein Auto haben einen extra Uni-Bus. Für diesen gibt es sogar einen Fahrplan. Man muss nur immer 15 minuten vorher an der Haltestelle sein, der Bus kann nämlich schon mal 15 min zu früh oder zu spät kommen.


Auf dem Fotos sind alle Austauschstudenten und unsere Betreuer am 1. Unitag. (Für mehr Fotos hier klicken).

So das wars dann mal fürs erste. Hier noch ein paar Fotos aus dem Zentrum von Merida. Mehr Neuigkeiten gibts dann hoffentlich morgen, falls wir es diesmal an den Strand schaffen ;-)

Freitag, 16. Januar 2009

1. Unitag + Umzug

Gestern war der Einführungstag an der Uni. Wir haben es gleich am ersten Tag geschafft zu spät zu kommen, weil soviel Verkehr war. Aber hier in Mexiko ist das mit der Pünktlichkeit sowieso nicht so tragisch.
Wir haben dann als allererstes eine Campusführung und dann den ganzen Vormittag eine Unmenge von Präsentationen zu hören bekommen. Was es für Sportkurse gibt, soziale Aktivitäten, Allgemeines zur Uni, wie die PCs funktionieren... Unmöglich sich das alles zu merken.

Am Abend haben wir uns dann mit dem Vermieter der Wohnung getroffen. Eigentlich war der Termin um 6, dann hat er angerufen er kommt eine halbe Stunde später, dann hat er angerufen er kommt um 8 und schlussendlich ist er dann um halb 10 zu der Wohnung gekommen. So läuft das hier :-)
Die Wohnung ist zwar schön, aber alles ist ziemlich dreckig. Wir haben dann gestern erst mal die wichtigsten Sachen gekauft. Matratzenschoner (nicht um die Matratze zu schützen, sondern um uns vor der Matratze zu schüten ;-), neue Kissen, Bettzeug und so weiter.
Heute wird hoffentlich jemand kommen, um die Wohnung durchzuputzen. Das hat uns zumindest der Vermieter versprochen. Das Badezimmer ist nämlich extrem dreckig und fast schon nicht benützbar. Aber wenn dann erst mal alles gründlich geputzt ist, wird das schon werden :-)

Dienstag, 13. Januar 2009

Regentag

Unglaublich! Heute wollten wir an den Strand fahren, die Badesachen waren schon gepackt, da hat es doch tatsächlich angefangen wie aus Kübeln zu schütten. Unser Strandbesuch ist also leider wortwörtlich ins Wasser gefallen. Jetzt sind wir im Hotel und warten auf schöneres Wetter. Darum habe ich auch etwas Zeit zu schreiben und noch ein paar neue Fotos online zu stellen.

Gestern war am Hauptplatz in Mérida ein großes Fest mit Prozession, weil die Stadt am 6. Jänner 1542 gegründet wurde. Die Menschen bei der Prozession haben traditionelle Trachten getragen, es wurde typische regionale Musik gespielt und dazu getanzt. Das Ganze war wirklich sehr schön anzuschauen. Für unsere Ohren war die Musik aber eher etwas gewöhnungsbedürftig und nach 10 Minuten hat es uns dann auch gereicht :-) (Für Fotos der farbenfrohen Prozession hier klicken)




In der Zwischenzeit hat es wieder etwas aufgehört zu regnen. Eigentlich wollte ich jetzt gerade mit Serena zu einer kleinen Sightseeing-Tour durch die Innenstadt aufbrechen. Und was passiert? Eh klar, es hat wieder angefangen zu regenen. Jetzt warten wir eben weiter, irgendwann wirds schon aufhören :-)

Montag, 12. Januar 2009

Wochenende

Seit ich das letzte mal geschrieben habe, gibt es einiges zu berichten. Am Samstag haben wir ( drei Mädels vom MCI mit denen ich im Moment im Hotel zusammenwohne und meine Wengikeit) zum ersten Mal das Nachtleben von Mérida erkundet, das sich durchaus sehen lassen kann :-) Wir haben auf einem Fest auch schon einige andere Austauschstudenten kennengelernt. Einige von ihnen waren schon letztes Semester hier, was für uns natürlich praktisch ist, da sie sich schon super hier auskennen.

Sonntag haben wir dann fein am Pool relaxt. Der Pool ist nicht geheizt und eine angenehme Abkühlung. Für Mexikaner wäre er allerdings viiiiiel zu kalt. Weil eigentlich ist hier ja noch Winter und es ist sowieso nicht so warm (30°), darum laufen die meisten Mexikaner auch mit langen Hosen durch die Gegend.

Gestern haben wir dann noch zwei Wohnungen/Häuser angeschaut und uns mit anderen Austauschstudenten getroffen. Dabei haben wir es sage und schreibe drei mal geschafft uns zu verlaufen :-) Beziehungsweise einmal haben wir uns auch mit dem Taxi verfahren. Schlussendlich sind wir dann früher oder auch später immer mit einigen Umwegen am gewünschten Ziel angekommen. Die Orientierung hier ist gar nicht so leicht, da die gesamte Stadt in Quadrate aufgeteilt ist, die Straßen keine Namen, sondern nur Nummern haben und irgendwie jede Ecke gleich ausschaut. Ich habe mir sagen lassen, dass Merida über eine Million Einwohner hat (nicht "nur" 700.000 wie fälschlicherweise in meinem Reiseführer angegeben). Die Stadt ist auch darum ziemlich groß weil alle Häuser nur 1-2-stöckig sind.

Was gibt es sonst noch neues? Ich habe jetzt endlich eine Bleibe gefunden. Ich werde mir eine wirklich schöne Wohnung (für mexikanische Verältnisse ;-) mit zwei Spanierinnen teilen, die auch letzte Woche angekommen sind. Und das ganze zu wahnsinnigen 150 € pro Person. Ja, die Preise hier sind "etwas" niedriger als in Innsbruck.
Mittwoch oder Donnerstag kann ich dann hoffentlich einziehen. Es wird Zeit, das wir aus dem Hotel raus kommen, da das Zimmer für 4 Personen und ca. 8 riesen Koffer doch etwas zu klein ist. (Für ein paar Fotos vom Hotel hier klicken)

Heute haben wir dann unsere erste abenteuerliche Busfahrt ins Einkaufszentrum unternommen. Wieso abenteuerlich? Erstens gibt es hier weder Fahrpläne noch Bushaltestellen. Man stellt sich auf gut Glück an die Strasse, hofft das bald ein Bus kommt und winkt dem Busfahrer, damit er stehen bleibt. Zweitens ist so eine Fahrt nichts für empfindliche Gemüter, da die hier nicht gerade zimperlich fahren. Und die Busse sind auch nicht wirklich auf dem neuesten Stand. Dafür ist Bus-Fahren echt billig. Eine Fahrt kostet 5 Pesos, was zirka 5 Cent sind.
Auf der Rückfahrt hatten wir dann einen Busfahrer, der seinen Bus mit einem riesigen Subwoofer aufgemotzt hat und wir hatten das Vergüngen während der ganzen Fahrt in voller Lautstärke Britney Spears zu hören.

So das wars mal fürs Erste, Neues gibt es bald! Achja, das ist meine neue Nummer, unter der ich ab sofort zu erreichen bin: +52 9999 053401 (Achtung -7 Stunden Zeitverschiebung ;-)

Freitag, 9. Januar 2009

Geschafft

Nach einer ziemlich langen Reise (3 Uhr Morgens - 5 Uhr Morgens des näcsten Tages MEZ) und ziemlich wenig Schlaf bin ich gut angekommen. Sogar meine zwei enormen Koffer sind angekommen, gott sei dank :-) Mein Hermano Mayab - das ist so was wie mein Tutor - hat auch schon am Flughafen auf mich gewartet und mich dann ins Hotel gebracht, das wir nach ersten Anlaufschwierigkeiten doch noch gefunden haben.

Nach der langen Reise habe ich dann heute zuerst einmal ausgiebig ausgeschlafen. Eine meiner 4 Zimmergenossinen im Hotel ist auch schon angekommen, sitzt aber im Moment ganz brav im Sprachkurs. Ich habe mich in der Zwischenzeit zu einer kleinen Stadtour aufgemacht, um etwas trink- und essbares aufzutreiben und mal einen ersten Blick auf die Stadt zu werfen. Mérida ist wirklich typisch mexikanisch, es ist alles ein bisschen chaotisch. So steht zB an jeder Kreuzung ein Polizist und pfeift und fuchtelt wild in der Gegend herum, Ampeln werden sowieso nicht beachtet. Meine Ausbeute war dann auch relativ bescheiden (wasser und eine packung kekse), weil ich keinen richtigen Supermarkt gefunden habe.

Aber genug soweit, mehr gibts später, jetzt werde ich erst mal den Hotelpool auf dem Dach testen :-)

Sonntag, 4. Januar 2009

Nur noch 4 Tage!

Bald ist es soweit, nur noch vier Tage und es geht los in wärmere Gefielde. Ob ich schon aufgeregt bin? Nein, komischerweise überhaupt nicht. Dafür freue ich mich umso mehr der Kälte hier zu entfliehen und meine Bikinis auszupacken. Zwischen 26 und 31 ° solls in den Tagen nach meiner Ankunft haben, das lässt sich aushalten :-)

Bis es soweit ist, muss ich es allerdings noch schaffen, soviel wie möglich in zwei Koffern unterzukriegen. Und das ganze sollte dann auch noch 23 kg pro Koffer nicht übersteigen. Gar nicht so einfach..